System i - i5/OS - iSeries - AS/400
Was ist IBM i? – Grundlagen der Plattform verständlich erklärt
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Lernpfad · Artikel 1 von 5 IBM i Architektur verstehen — Einstieg in den Lernpfad. Nächster Schritt: Von System/38 bis Power Systems →
Für wen ist dieser Artikel? Für alle, die neu mit IBM i arbeiten oder das System von Grund auf verstehen wollen — besonders für Einsteiger und Umsteiger aus Windows- oder Linux-Umgebungen.

Was ist IBM i? —
Die Plattform und ihre Besonderheiten

IBM i Grundlagen Lesezeit: ca. 5 Minuten

Wer IBM i zum ersten Mal begegnet, merkt schnell, dass viele Dinge anders organisiert sind als unter Windows oder Linux. Gerade diese Unterschiede helfen, die Plattform besser zu verstehen.

IBM i ist das Betriebssystem von IBM für IBM Power Systems. Was es von anderen Plattformen fundamental unterscheidet, ist nicht die Oberfläche — sondern die Architektur darunter: Betriebssystem, Datenbank, Sicherheitsmodell und Work Management wurden nicht nebeneinandergestellt, sondern als eine zusammenhängende Einheit konzipiert. Das Ergebnis ist eine Plattform, die über viele Jahre hinweg weiterentwickelt wurde, ohne ihre grundlegende Architekturlogik aufzugeben.

Was IBM i von anderen Plattformen unterscheidet

01
Das Kernprinzip

Objektbasierte Systemlogik

Zentral für das Verständnis von IBM i

Auf IBM i existiert alles als Objekt — Programme, Dateien, Benutzerprofile, Drucker-Warteschlangen, Subsysteme. Jedes Objekt hat einen Typ, einen Eigentümer und definierte Zugriffsrechte. Das ist kein Implementierungsdetail — es ist das Fundament, auf dem alle anderen IBM-i-Konzepte aufbauen.

Wer dieses Prinzip versteht, kann viele Besonderheiten von Administration, Sicherheit und Anwendungsentwicklung auf IBM i deutlich besser einordnen.

02
Datenbank

Integrierte Datenbank

Db2 for i ist eng in die Plattform integriert und kein separat betriebenes Datenbankprodukt. Datenbankfunktionen gehören damit zur Systemarchitektur von IBM i.

03
Sicherheit

Objektbezogenes Sicherheitsmodell

Zugriffe auf Ressourcen werden über Eigentümer, Autorisierungen und systemweit definierte Regeln gesteuert. Das Sicherheitsmodell ist dabei eng in die Plattform eingebunden.

04
Kontinuität

Langfristige Kompatibilitätskontinuität

IBM konnte Hardware über viele Generationen weiterentwickeln, ohne die für Anwendungen sichtbare Plattformlogik zu ändern.

Wo IBM i typischerweise eingesetzt wird

IBM i wird vor allem in Umgebungen eingesetzt, in denen Datenkonsistenz, Verfügbarkeit und Kontinuität zentrale Anforderungen sind — in Branchen, in denen Geschäftsprozesse langfristig stabil laufen müssen.

Warenwirtschaft Fertigung Logistik & Supply Chain Finanzanwendungen Versicherungen Öffentliche Verwaltung Gesundheitswesen
Einordnung

IBM i arbeitet in vielen Unternehmen im Hintergrund — für Endanwender ist die Plattform oft nicht sichtbar, obwohl sie geschäftskritische Prozesse trägt.

Für neue Mitarbeiter, die erstmals mit IBM i arbeiten, ist dieser Kontext relevant: Die Systeme, die sie administrieren oder für die sie entwickeln, sind in vielen Fällen direkt mit laufenden Geschäftsprozessen verbunden.

Historische Einordnung

Die heutige Plattform IBM i steht in einer langen Entwicklungslinie. Wer IBM i kennenlernt, begegnet oft mehreren Namen — sie markieren verschiedene Entwicklungsstufen der Plattformfamilie; das System/38 gilt dabei als wichtiger architektonischer Vorläufer.

1970er
System/38 Architektonischer Vorläufer — die prägenden Prinzipien der Plattform wurden Ende der 1970er Jahre mit dem System/38 sichtbar. Das System/38 gilt als wichtiger architektonischer Vorläufer von AS/400 und IBM i.
1988
AS/400 — Application System/400 Unter diesem Namen wurde die Plattform weltweit eingeführt. In vielen Unternehmen ist die Bezeichnung "AS/400" bis heute gebräuchlich. AS/400 ist die eigentliche Plattformlinie — System/38 war ihr architektonischer Vorläufer.
2000–08
iSeries · System i Mehrere Umbenennungen im Rahmen der IBM Produktlinie. Hinter jeder Umbenennung standen substanzielle technische Weiterentwicklungen — neue Hardware-Generationen, erweiterte Software-Funktionen und neue Einsatzmöglichkeiten. Die Grundarchitektur der Plattform blieb dabei erhalten und wurde konsequent weitergeführt.
seit 2008
IBM i auf Power Systems Seit 2008 lautet die offizielle Bezeichnung IBM i — das Betriebssystem ist damit klar von der Hardware (Power Systems) getrennt benannt. Auch diese Neupositionierung stand für einen deutlichen technischen Entwicklungsschritt. Moderne Funktionen wie erweitertes SQL, Open-Source-Unterstützung und API-Integration bauen auf derselben Plattformbasis auf.
Hinweis für die Praxis: In vielen Unternehmen hört man bis heute die Bezeichnung "AS/400" oder "die 400" — auch wenn die Systeme längst auf moderner Power-Hardware laufen. Diese Begriffe sind tief in der Unternehmenssprache verankert.

Warum IBM i auch heute noch relevant ist

IBM i ist keine statische Altplattform. Die Plattform verbindet langjährig genutzte Geschäftsanwendungen mit modernen Funktionen wie erweiterten SQL-Möglichkeiten, Open-Source-Unterstützung und Virtualisierung auf Power Systems. Gerade diese Verbindung aus Kontinuität und Weiterentwicklung ist einer der Gründe, warum IBM i in vielen Unternehmen weiterhin eine zentrale Rolle spielt.

Das Wichtigste aus diesem Artikel 3 Punkte die Sie mitnehmen sollten
IBM i ist keine Sammlung getrennter Produkte

Betriebssystem, Datenbank, Sicherheitsmodell und Work Management sind als eine Einheit gebaut — nicht zusammengesteckt.

Das Objektmodell ist der Schlüssel

Wer versteht, dass alles auf IBM i ein typisiertes Objekt mit Eigentümer und Rechten ist, versteht die Plattform.

Der nächste Schritt: Von System/38 bis Power Systems

Woher kommt IBM i? Die Geschichte der Plattform erklärt warum sie heute so ist wie sie ist.

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Von System/38 über AS/400 bis Power Systems — die Geschichte der Plattform

Der nächste Artikel zeigt die Entwicklungsgeschichte von IBM i — und erklärt warum die Architektur so ist wie sie ist.

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