Was ist IBM i? —
Die Plattform und ihre Besonderheiten
Wer IBM i zum ersten Mal begegnet, merkt schnell, dass viele Dinge anders organisiert sind als unter Windows oder Linux. Gerade diese Unterschiede helfen, die Plattform besser zu verstehen.
IBM i ist das Betriebssystem von IBM für IBM Power Systems. Was es von anderen Plattformen fundamental unterscheidet, ist nicht die Oberfläche — sondern die Architektur darunter: Betriebssystem, Datenbank, Sicherheitsmodell und Work Management wurden nicht nebeneinandergestellt, sondern als eine zusammenhängende Einheit konzipiert. Das Ergebnis ist eine Plattform, die über viele Jahre hinweg weiterentwickelt wurde, ohne ihre grundlegende Architekturlogik aufzugeben.
Was IBM i von anderen Plattformen unterscheidet
Objektbasierte Systemlogik
Zentral für das Verständnis von IBM iAuf IBM i existiert alles als Objekt — Programme, Dateien, Benutzerprofile, Drucker-Warteschlangen, Subsysteme. Jedes Objekt hat einen Typ, einen Eigentümer und definierte Zugriffsrechte. Das ist kein Implementierungsdetail — es ist das Fundament, auf dem alle anderen IBM-i-Konzepte aufbauen.
Wer dieses Prinzip versteht, kann viele Besonderheiten von Administration, Sicherheit und Anwendungsentwicklung auf IBM i deutlich besser einordnen.
Integrierte Datenbank
Db2 for i ist eng in die Plattform integriert und kein separat betriebenes Datenbankprodukt. Datenbankfunktionen gehören damit zur Systemarchitektur von IBM i.
Objektbezogenes Sicherheitsmodell
Zugriffe auf Ressourcen werden über Eigentümer, Autorisierungen und systemweit definierte Regeln gesteuert. Das Sicherheitsmodell ist dabei eng in die Plattform eingebunden.
Langfristige Kompatibilitätskontinuität
IBM konnte Hardware über viele Generationen weiterentwickeln, ohne die für Anwendungen sichtbare Plattformlogik zu ändern.
Wo IBM i typischerweise eingesetzt wird
IBM i wird vor allem in Umgebungen eingesetzt, in denen Datenkonsistenz, Verfügbarkeit und Kontinuität zentrale Anforderungen sind — in Branchen, in denen Geschäftsprozesse langfristig stabil laufen müssen.
IBM i arbeitet in vielen Unternehmen im Hintergrund — für Endanwender ist die Plattform oft nicht sichtbar, obwohl sie geschäftskritische Prozesse trägt.
Für neue Mitarbeiter, die erstmals mit IBM i arbeiten, ist dieser Kontext relevant: Die Systeme, die sie administrieren oder für die sie entwickeln, sind in vielen Fällen direkt mit laufenden Geschäftsprozessen verbunden.Historische Einordnung
Die heutige Plattform IBM i steht in einer langen Entwicklungslinie. Wer IBM i kennenlernt, begegnet oft mehreren Namen — sie markieren verschiedene Entwicklungsstufen der Plattformfamilie; das System/38 gilt dabei als wichtiger architektonischer Vorläufer.
Warum IBM i auch heute noch relevant ist
IBM i ist keine statische Altplattform. Die Plattform verbindet langjährig genutzte Geschäftsanwendungen mit modernen Funktionen wie erweiterten SQL-Möglichkeiten, Open-Source-Unterstützung und Virtualisierung auf Power Systems. Gerade diese Verbindung aus Kontinuität und Weiterentwicklung ist einer der Gründe, warum IBM i in vielen Unternehmen weiterhin eine zentrale Rolle spielt.
Betriebssystem, Datenbank, Sicherheitsmodell und Work Management sind als eine Einheit gebaut — nicht zusammengesteckt.
Wer versteht, dass alles auf IBM i ein typisiertes Objekt mit Eigentümer und Rechten ist, versteht die Plattform.
Woher kommt IBM i? Die Geschichte der Plattform erklärt warum sie heute so ist wie sie ist.
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Von System/38 über AS/400 bis Power Systems — die Geschichte der Plattform
Der nächste Artikel zeigt die Entwicklungsgeschichte von IBM i — und erklärt warum die Architektur so ist wie sie ist.
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