System i - i5/OS - iSeries - AS/400
Von System/38 bis Power Systems
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Lernpfad · Artikel 2 von 5 IBM i Architektur verstehen — Vorheriger Artikel: ← Was ist IBM i?  ·  Nächster Schritt: Architekturüberblick IBM i →
Für wen ist dieser Artikel? Für alle, die verstehen wollen, woher IBM i kommt — und warum die Plattform heute so ist wie sie ist. Wer die Geschichte kennt, versteht die Architektur besser.

Von System/38 bis IBM i —
Die Geschichte einer bemerkenswerten Plattform

IBM i Geschichte Lesezeit: ca. 5 Minuten

IBM i hat eine ungewöhnlich lange und konsistente Entwicklungsgeschichte. Wer versteht, wie die Plattform entstanden ist, versteht auch warum sie heute so aufgebaut ist — und warum bestimmte Konzepte so grundlegend verankert sind.

Die Plattformlinie reicht zurück bis in die späten 1970er Jahre. Was als System/38 begann, wurde zur AS/400, durchlief mehrere Umbenennungen und heißt seit 2008 IBM i. Hinter jeder dieser Stufen standen substanzielle technische Weiterentwicklungen — aber ein gemeinsamer architektonischer Kern blieb erhalten.

Die Entwicklungsstufen im Überblick

1978 System/38 — der architektonische Vorläufer Grundlage

Ende der 1970er Jahre brachte IBM das System/38 auf den Markt. Es war kein gewöhnliches Midrange-System — seine Architektur unterschied sich grundlegend von dem, was damals üblich war. Das System/38 arbeitete bereits mit einem objektbasierten Ansatz, einer integrierten Datenbank und einer Abstraktionsebene zwischen Anwendungen und Hardware.

Diese Konzepte waren ihrer Zeit weit voraus. Viele Prinzipien die heute IBM i ausmachen — das Objektmodell, die enge Integration von Datenbank und Betriebssystem, das einheitliche Sicherheitsmodell — wurden mit dem System/38 sichtbar.

1988 AS/400 — Application System/400 Markteinführung

1988 führte IBM die AS/400 ein — unter diesem Namen wurde die Plattform weltweit bekannt. Die AS/400 baute auf den Architekturprinzipien des System/38 auf und erweiterte sie. Sie war von Beginn an auf Geschäftsanwendungen ausgerichtet und wurde in kürzester Zeit in Tausenden von Unternehmen eingesetzt.

Bis heute ist "AS/400" oder "die 400" in vielen Unternehmen die gebräuchliche Bezeichnung — auch wenn die Systeme längst auf moderner Power-Hardware laufen und das Betriebssystem IBM i heißt. Die Bezeichnung ist tief in der Unternehmenssprache verankert.

2000–2008 iSeries und System i Weiterentwicklung

Im Lauf der 2000er Jahre durchlief die Plattform mehrere Umbenennungen — zunächst iSeries, dann System i. Hinter diesen Namen standen jeweils substanzielle technische Weiterentwicklungen: neue Hardware-Generationen, erweiterte Software-Funktionen, neue Einsatzmöglichkeiten.

Entscheidend: Die Grundarchitektur der Plattform blieb dabei erhalten. Anwendungen die für die AS/400 entwickelt worden waren, liefen auf den neuen Systemen weiter — ohne Änderungen. Diese Kompatibilitätskontinuität war und ist eines der wichtigsten Merkmale der Plattform.

seit 2008 IBM i auf Power Systems Aktuell

Seit 2008 lautet die offizielle Bezeichnung IBM i. Das Betriebssystem ist damit klar von der Hardware (Power Systems) getrennt benannt. Diese Trennung spiegelt eine wichtige architektonische Eigenschaft der Plattform wider: Das Betriebssystem und die Anwendungen sind von der konkreten Hardware unabhängig — ermöglicht durch die Machine Interface als Abstraktionsebene.

Aktuelle Releases von IBM i unterstützen moderne Technologien wie erweitertes SQL, Open-Source-Software, REST-APIs und Cloud-Integration — auf derselben Plattformbasis, die seit Jahrzehnten im Einsatz ist.

Das Besondere an dieser Geschichte

IBM i ist eine der wenigen Plattformen, bei denen Anwendungen aus den 1980er Jahren auf moderner Hardware weiterlaufen — ohne Neukompilierung, ohne Portierung.

Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten Architekturentscheidung: die Machine Interface als Trennschicht zwischen Anwendungen und Hardware. Was IBM i so langlebig macht, ist nicht Stillstand — sondern die Fähigkeit, Hardware und interne Implementierung weiterzuentwickeln, ohne die sichtbare Plattformlogik zu brechen.

Was diese Geschichte für den Alltag bedeutet

Wer heute mit IBM i arbeitet, arbeitet auf einer Plattform mit einer langen Entwicklungsgeschichte. Das hat praktische Konsequenzen:

Bezeichnungen: In Unternehmen begegnen einem oft noch die alten Namen — AS/400, iSeries, System i. Das ist normal und kein Hinweis auf veraltete Systeme. Die aktuellen Systeme laufen auf IBM Power Systems mit aktuellen IBM-i-Releases.

Altanwendungen: Viele Unternehmen betreiben Anwendungen, die seit Jahren oder Jahrzehnten im Einsatz sind. Das ist kein Makel — es ist ein Zeichen für die Stabilität und Kompatibilitätskontinuität der Plattform.

Modernisierung: IBM i ist keine eingefrorene Plattform. Moderne SQL-Funktionen, Open-Source-Tools, REST-Services und API-Integration sind auf aktuellen IBM-i-Releases verfügbar und werden aktiv weiterentwickelt.

Praxishinweis: Wenn in einem Unternehmen von der "AS/400" oder "der 400" gesprochen wird, ist fast immer ein aktuelles IBM i System auf Power Systems gemeint. Die Bezeichnung "AS/400" ist historisch gewachsen und in der Praxis weit verbreitet — unabhängig vom tatsächlichen Systemrelease.
Das Wichtigste aus diesem Artikel 3 Punkte die Sie mitnehmen sollten
Die Architekturprinzipien stammen aus dem System/38

Objektmodell, integrierte Datenbank und einheitliches Sicherheitsmodell wurden bereits Ende der 1970er Jahre sichtbar.

Jede Umbenennung stand für echte Weiterentwicklung

Hinter AS/400, iSeries, System i und IBM i standen substanzielle technische Schritte — bei erhaltenem architektonischen Kern.

Der nächste Schritt: Architekturüberblick

Wie ist IBM i heute aufgebaut? Wie greifen OS, Db2 for i und Work Management zusammen? Das erklärt Artikel 3.

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Im Lernpfad weitermachen · Artikel 3 von 5

Architekturüberblick IBM i — Systemkomponenten und ihr Zusammenspiel

Artikel 3 zeigt wie die zentralen Komponenten von IBM i zusammenarbeiten — Betriebssystem, Db2 for i, Sicherheitsmodell und Work Management als integrierte Einheit.

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